Gorodki in Karlsruhe

Karlsruhe ist die erste Stadt in Deutschland, in der Gorodki regelmäßig gespielt wird. Schon im Sommer 2000 entstand hier das erste Jugendprojekt mit dem Thema Gorodki. Der Jugendsozialarbeiter, Edwin Feser, brachte Jugendliche auf die Idee, sich in einem Berufsorientierungskurs mit dem alten Wurfspiel aus der ehemaligen Sowjetunion zu beschäftigen. Dabei wurde von der Projektgruppe die ersten Gorodki-Spielgeräte produziert und diese beim Spielen ausprobiert. So entwickelte sich ein regelmäßiges Spielangebot auf dem ersten Gorodki-Spielplatz am Jugendhaus "Blaues Haus" in Karlsruhe-Geroldsäcker. Seit 2001 wird Gorodki auch auf einer speziell gebauten Sportanlage in Karlsruhe-Oberreut regelmäßig gespielt. Im April 2013 hat der Sportverein FV Grünwinkel 1910 e.V. das Gorodki-Spiel in sein Vereinsangebot aufgenommen und eine neue Gorodki-Abteilung gegründet. In den letzten Jahren entwickelte sich Karlsruhe zum Gorodki Zentrum in Deutschland. Spielerinnen und Spieler aus dem ganzen Bundesgebiet, meist Aussiedler/innen und Spätaussiedler/innen, die diesen Sport aus ihrer alten Heimat kennen, kommen regelmäßig nach Karlsruhe, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen.
Durch verschiedene Kooperationsprojekte mit Schulen und Jugendhäusern gelingt es der hiesigen Gorodki-Abteilung zahlreiche einheimische Mädchen und Jungen mit diesem Spiel bekannt zu machen. Der bisherigen Höhepünkte des Gorodki-Sports in Deutschland fanden 2006 und 2017 als in Karlsruhe Gorodki-Weltmeisterschaften statt fanden. Die Veranstaltungen wurden vom Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe, dem Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe und dem Landessportverband Baden-Württemberg e.V. unterstützt. Spielerinnen und Spieler aus mehreren Nationen nahmen an diesen Wettbewerben teil.